Warum Felgenpflege wichtig ist
Felgen sind jeden Tag Bremsstaub, Streusalz, Teer und Straßenschmutz ausgesetzt. Bremsstaub enthält feine Metallpartikel, die sich bei Hitze regelrecht in die Oberfläche einbrennen. Besonders Alufelgen mit ihrer Klarlackschicht leiden darunter.
Wird Bremsstaub nicht regelmäßig entfernt, frisst er sich so tief ein, dass selbst gründliches Reinigen nicht mehr hilft. Auf Dauer kann die Oberfläche korrodieren. Gepflegte Felgen sehen dagegen lange gut aus und halten ihren Wert – auch beim Verkauf des Autos.
Die richtige Reinigung – Schritt für Schritt
- Grob abspülen: Mit kräftigem Wasserstrahl losen Schmutz und Sand entfernen. Nie trocken wischen – Sandkörner wirken wie Schleifpapier.
- Felgenreiniger auftragen: Nimm einen pH-neutralen oder säurefreien Felgenreiniger. Gleichmäßig aufsprühen und nach Herstellerangabe einwirken lassen, aber nie antrocknen lassen.
- Mit der Bürste nacharbeiten: Für Alufelgen eine weiche Felgenbürste, für Stahlfelgen darf sie etwas härter sein. Speichenzwischenräume, Felgenbett und Schraubenlöcher gründlich reinigen.
- Gründlich abspülen: Reinigerreste vollständig entfernen.
- Trocknen: Mit einem sauberen Mikrofasertuch, damit keine Kalkflecken bleiben.
- Versiegeln: Eine Felgenversiegelung oder Felgenwachs erschwert, dass Bremsstaub und Schmutz neu anhaften. Je nach Produkt hält sie einige Wochen bis Monate.
Die häufigsten Fehler
- Heiße Felgen reinigen: Nach einer längeren Fahrt sind Bremse und Felge sehr heiß. Kaltes Wasser und Reiniger auf heißem Metall können der Oberfläche schaden. Lass die Räder vorher abkühlen.
- Hochdruckreiniger zu nah: Mit zu wenig Abstand kann der Strahl die Lackschicht beschädigen. Halte mindestens 30 cm Abstand.
- Aggressive Reiniger: Stark säurehaltige oder alkalische Produkte reinigen schnell, zerstören aber auf Dauer die Schutzschicht.
- Stahlwolle und Scheuerschwämme: Sie hinterlassen Kratzer, in denen sich Schmutz noch leichter festsetzt.
Wie oft?
Ideal ist eine Reinigung alle zwei bis vier Wochen. Im Winter, wenn Streusalz und Nässe besonders aggressiv sind, lohnt sich öfter zumindest ein Abspülen mit klarem Wasser. Nach der Wintersaison ist eine Grundreinigung mit Versiegelung besonders wichtig.
Der beste Moment: der Saisonwechsel
Wenn die Räder beim Saisonwechsel ohnehin ab sind, kommst du an alle Stellen heran – auch ans Felgenbett und die Innenseite, die beim normalen Waschen kaum erreichbar sind. Das ist der perfekte Zeitpunkt für eine Grundreinigung, bevor die Räder in den Keller oder ins Lager gehen.